80 Jahre Überfall der Wehrmacht auf Griechenland.

Die Südosteuropa-Gesellschaft e.V. lädt ein zur

Podiumsdiskussion
Mittwoch, 14. April 2021
18:30 bis 20:00 Uhr
Online via Zoom

Die Bedeutung von historischer Verantwortung für die deutsch-griechischen Beziehungen. Eine Auseinandersetzung mit der deutsch-griechischen Entschädigungsdebatte

Begrüßung und Moderation:
Dr. Jens Bastian, Mitglied des Präsidiums der Südosteuropa-Gesellschaft, Athen
Einführungsvortrag:
Prof. Dr. Hagen Fleischer, deutsch-griechischer Historiker, Universität Athen
Auf dem Podium diskutieren:
Hilde Schramm, Vorsitzende, Respekt für Griechenland e.V., Trägerin des Moses-Mendelssohn-Preises, Berlin
Manuel Sarrazin, MdB, Bündnis 90/Die Grünen; Präsident, Südosteuropa-Gesellschaft, Berlin/Hamburg
Charalampos Karpouchtsis, Doktorand mit Fokus auf die Versöhnung zwischen Deutschland und griechischen Opfergemeinden, Jena Center for Reconciliation Studies, Universität Jena

weitere Informationen: Programm mit Link zur Anmeldung

Gedenkveranstaltung zum Einmarsch der deutschen Truppen in Griechenland vor 80 Jahren

6. April 1941: Einmarsch der deutschen Truppen in Griechenland

6. April 2021 Gedenkveranstaltung *
vor der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V. 
Mittelstraße 33, 12167 Berlin-Steglitz
von 12–13 Uhr 

Über die Gedenkveranstaltung berichtete die Abendschau des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb): 

„Gedenkveranstaltung zum Einmarsch der deutschen Truppen in Griechenland vor 80 Jahren“ weiterlesen

Materialien zur deutschen Okkupation Griechenlands

Anlässlich des Einmarschs der deutschen Truppen in Griechenland vor 80 Jahren, am 6. April 1941.
Hier finden Sie Links zu Materialien im Zusammenhang mit der Kampagne „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“.

Die Autorinnen und Autoren und die vollständigen Literaturangaben finden Sie in den Materialien.
Kontakt: Vorstand Respekt für Griechenland

„Materialien zur deutschen Okkupation Griechenlands“ weiterlesen

Begleitmaterial: Überblick und Links zu allen Dokumenten

Bildungsarbeit mit dem Film
DER BALKON – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland

Die Vernichtung des Dorfes Lyngiades am 3. Oktober 1943
Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis, Athen 2018,101 Min.

Für die Bildungsarbeit vom Regisseur gekürzte Fassung 2020, 43 Min.
Griechisch mit deutschen Untertiteln

Begleitmaterial
Überblick und Links zu allen Dokumenten

Die Bildungsarbeit ist Teil der Kampagne von Respekt für Griechenland: Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland

Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus bedarf einer dringenden thematischen Ergänzung: die Verbrechen der Wehrmacht im besetzten Griechenland von 1941-1944; die Täterschaft vieler Großeltern und Urgroßeltern und die bis heute abgewehrte Verantwortung der Nachkommen. In Schulbüchern oder anderem Unterrichtsmaterial zum 2. Weltkrieg findet man wenig oder nichts über die Okkupation Griechenlands. Dem entspricht eine weitgehende Erinnerungslücke im kollektiven Gedächtnis der deutschen Gesellschaft. Schuld und Verantwortung gegenüber Griechenland wurden länger verdrängt als gegenüber allen anderen von Deutschland okkupierten Ländern.

Als Deutsche schulden wir den Opfern und ihren Nachkommen eine Auseinandersetzung mit den Kriegsverbrechen der Wehrmacht in Griechenland. Eine Bearbeitung der zurückliegenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist zugleich eine Antwort auf die gegenwärtig zunehmende Relativierung der Kriegsschuld in Teilen der deutschen Gesellschaft. Eine rechtsextreme Partei sitzt im Deutschen Bundestag und fordert eine „erinnerungspolitische Wende“. Eine ihrer zentralen Aussagen ist, dass man auf die Leistungen der Soldaten im Zweiten Weltkrieg wieder stolz sein müsse.

RfG_Positionspapier_Kriegsschuld_Jan2021.pdf zu „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegen Griechenland“ – eine Kampagne von Respekt für Griechenland e.V. (4 Seiten)

Begleitmaterial zum Film DER BALKON
Überblick und Links

Zusätzlich zum Film bieten wir Texte, Fotos und Dokumente zu ausgewählten Themenaspekten an. Wir wissen, wie beansprucht Lehrer und Lehrerinnen an Schulen sind und gehen nicht davon aus, dass Pädagogen, die den Film zeigen, sich das ganze bereitgestellten Zusatzmaterial anschauen. Aber wir hoffen, dass sie in den Unterlagen gegebenenfalls Antworten auf Fragen finden, die sie sich selbst stellen, oder die von Schülern eingebracht werden. Außer als Information für Lehrende kann das Begleitmaterial teilweise auch als Arbeitsmaterial in Lerngruppen verwendet werden (siehe Punkt 3).

Das Begleitmaterial ist über die untenstehenden Links zu erreichen. Auf Nachfrage schicken wir alle Unterlagen auch in Printform zu.

Angebot von Begleitmaterial für Lehrende und Lerngruppen
1. Zum Massaker von Lyngiades
2. Zur historisch-politischen Einordnung des Films
3. Stand und angestrebter Fortgang der Bildungsarbeit mit „Der Balkon“ (folgt)


1
Zum Massaker in Lyngiades

1.1 Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung –
am Beispiel des Dorfes Lyngiades

Am 3. Oktober 1943 überfielen ca. 100 deutschen Gebirgsjäger Lyngiades. Sie ermordeten 82 Frauen, Männer, Greise und Kinder, plünderten und setzten alle Häuser bis auf die Kirche und die Schule in Brand. Nur fünf Menschen überlebten am Ort; andere überlebten, weil sie zur Zeit des Massakers nicht im Dorf waren. Die Ermordung unbeteiligter Zivilisten war eine sogenannte Sühnemaßnahme für einen Regimentskommandeur der Gebirgsjäger, Josef Salminger. Er war wenige Tage zuvor durch eine Straßensperre der Partisanen zu Tode gekommen. Das Dorf Lyngiades haben die Nachkommen der Opfer nach und nach aus eigener Kraft wieder aufgebaut. Aufbauhilfe aus Deutschland haben sie zu keiner Zeit erhalten,eben sowenig wie die anderen zerstörten Dörfer. Kein deutscher Soldat wurde für die Verbrechen in Lyngiades bestraft.

Zur historisch-geographischen Einordnung des Films mit Karte. Andreas Poltermann (1 Seite)

Wen die Deutschen fanden, den haben sie getötet“ . Ulrich Jossner zum Filminhalt (2 Seiten)

Bilder des zerstörten Lyngiades. Fotos aus der Nachkriegszeit

Karl der „Gute“. Aus: Christoph U. Schminck-Gustavus, Feuerrauch. Die Vernichtung des griechischen Dorfes Lyngiades am 3. Oktober 1943, Dietz Verlag, Bonn 2013, S. 171-178

1.2 Strafverfolgung in der Nachkriegsjustiz – am Beispiel des verantwortlichen Generals für das Massaker in Lyngiades, Hubert Lanz

Befehlshaber der Aktion war der Divisionskommandeur Walter von Stettner, der den Krieg nicht überlebte. Die politische Verantwortung hatte General Hubert Lanz. Dieser befahl eine „schonungslose Vergeltungsaktion“ für den Tod von Josef Salminger durch Partisanen. Zwar gehörte er zu den Verurteilten im „Prozess gegen Generäle in Südosteuropa“ in Nürnberg, wurde aber bereits 1952 begnadigt. Ein späteres Ermittlungsverfahren vor einem deutschen Gericht in München wurde eingestellt.

Das Massaker von Lyngiades in der Nachkriegsjustiz. Hilde Schramm (2 Seiten)

Brief des ehemaligen Soldaten Felix Bourier an den Bürgermeister von Lyngiades 1947 (1 Seite).
Aus: Christoph U. Schminck-Gustavus, Feuerrauch, a.a.O, S. 321-323 (gekürzt)

2 Fotos von Felix Bourier – als Soldat und als Mönch

1.3 Zu den Reparationsforderungen aus Griechenland

Die 2019 erneuerte Forderung der griechischen Regierung über bisher verweigerte Reparationen zu verhandeln, wird von der deutschen Regierung strikt abgelehnt. Aber es gibt gute Gründe, diese Thematik mit mehr Verständnis und Entgegenkommen als in der Vergangenheit noch mal aufzugreifen.

Warum die Reparationsfrage nicht erledigt und nicht abgeschlossen ist. Hilde Schramm (3 Seiten)

 

2 Zur historisch-politischen Einordnung des Films

2.1 Deutsche Besatzungspolitik gegenüber Griechenland –
und ihre Auswirkungen auf die griechische Nachkriegsgesellschaft


Im Oktober 1940 hatte Italien Griechenland angegriffen, wird aber von der griechischen Armee besiegt. Am 6. April 1941 lässt Nazi-Deutschland die Wehrmacht in Griechenland einmarschieren. Beginn der mörderischen Besatzungszeit. Am 23.4.1941 kapitulieren die griechischen Streitkräfte. Das Land wird in drei Besatzungszonen zwischen Deutschland, Bulgarien und Italien aufgeteilt und von allen drei Besatzungsmächten ausgebeutet – am stärksten von Deutschland. Die Besatzungsmächte setzen griechische Regierungen ein, die mit ihnen kollaborieren. Linke und nationalistische Partisanengruppen leisten Widerstand. Im September 1943 schließt Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Die deutschen Besatzer gliedern die bisherige italienische Besatzungszone in ihren Machtbereich ein. Die italienischen Soldaten werden von ihnen entwaffnet. Im Oktober 1944 zieht sich die Wehrmacht aus Griechenland zurück. Ein Bürgerkrieg beginnt.

Prolog: Hakenkreuz auf der Akropolis. Aus Marc Mazower, Griechenland unter Hitler. Das Leben während der deutschen Besatzung 1941-1944, S. Fischer Verlag, Frankfurt 2016 (zuerst erschienen auf Englisch Yale University Press 1993) , S. 24-30
Schilderung des Einmarsches der deutschen Truppen von Nordgriechenland bis Athen, 6.- 27. April 1941

Deutsche Besatzungspolitik gegenüber Griechenland (1941-1944)
die Spaltung der griechischen Gesellschaft wird verstärkt. Andreas Poltermann (4 Seiten)

Das Böse kommt von weit her. Gedenkrede an das Massaker von Kommeno am 16. August 1943
von Moysis Elisaf, Bürgermeister von Ioannina

„Wenn ihr euch erinnert, können wir vergessen“. Hagen Fleischer (siehe: Bundeszentrale für politische Bildung)

2.2 Folgen der Besatzung für Griechenland und seine Bewohner

Das NS-Regime stürzte Griechenland während der Besatzungszeit in eine Hungerkatastrophe. In wenigen Ländern wüteten die Wehrmacht und die SS so brutal wie in Griechenland. Im Rahmen von sogenannten Vergeltungsaktionen gegen unschuldige Zivilisten kam es zu exzessiven Geiselerschießungen, zur Ermordung von Frauen, Kindern und Greisen. Bekannt sind über 1000 Opfergemeinden, die von der Wehrmacht und der SS ganz oder teilweise in Brand gesetzt wurden. Die griechischen Juden wurden deportiert und ermordet. Beraubung und Zerstörung der Infrastruktur waren so schwer, dass Griechenland sich danach kaum erholen konnte und die Auswirkungen bis heute zu benennen sind.

Plünderung – Ausbeutung – Beraubung (3 Seiten)
– Auszüge aus Mark Mazower, Griechenland unter Hitler. Das Leben unter der deutschen Besatzung 1941-1944, S. Fischer Verlag, Frankfurt /Main 2016; S. 47-51 (gekürzt) und S. 283
– Zitat aus Anna Maria Droumpouki, Raub und Rehabilitation: Die deutschen Entschädigungen für die griechischen Juden. In: Nikolas Pissis &Dimitris Karydas (Hg.), Die „Neue Ordnung“ in Griechenland 1941-1944, Edition Romiosinis/CeMoG, Freie Universität Berlin 2020, 97-123, S. 102
– Zitat aus Karl-Heinz Roth & Hartmut Rübner, Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa, Metropol Verlag, Berlin 2017, S. 43

Hunger in Athen, Winter 1941/42 (2 Seiten)
Zitate aus: Mark Mazower, Griechenland unter Hitler, a.a.O., S. 57-66 gekürzt

Ursachen der Hungersnot (3 Seiten) // Wird eingestellt, sobald die Lizenz vorliegt //
Aus: Katerina Králová, Das Vermächtnis der Besatzung. Deutsch-griechische Beziehungen seit 1940, Böhlau Verlag, Köln 2016, S. 34-36


Bilanz der Zerstörung und der Menschenverluste in Griechenland im Zweiten Weltkrieg (2 Seiten)
– Zusammenstellung aus: Dimitrios K. Apostolopoulos, Die griechisch-deutschen Nachkriegsbeziehungen. Historische Hypothek und moralischer Kredit, Peter LangVerlag, Berlin 2004 , S. 21

– Zitate aus Karl-Heinz Roth & Hartmut Rübner, Reparationsschuld, a.a.O., S. 42/43
– Zitat aus Mark Mazower, Griechenland unter Hitler, a.a.O., S. 225 f.

Bilder des Grauens und der Erschöpfung. Was Filmaufnahmen gleich nach Abzug der deutschen Truppen im Herbst 1944 zeigen. Zitat aus Mark Mazower, Griechenland unter Hitler, a.a.O., S 17

2.3 Verweigerung und Desertieren von deutschen Soldaten

Es gab deutsche Soldaten, wenn auch nur wenige, die nach Wegen suchten, sich an den Massakern nicht zu beteiligen. Ein Beispiel ist Karl Schumacher in Lyngiades. Andere gingen weiter. Einige unterstützten heimlich den griechischen Widerstand z.B. durch Flugblätter an die deutschen Soldaten, durch Sabotage oder durch die Weitergabe von Informationen über bevorstehende Angriffe oder Massaker der deutschen Besatzer. Andere desertierten, indem sie zu den Partisanen der linken Gruppierung ELAS überliefen. Die Anzahl der Überläufer wird auf mehrere hundert geschätzt. Bei den insgesamt geringen Zahlen ist der massive Terrors der Wehrmachtsjustiz im Zweiten Weltkrieg gegen Deserteure mitzudenken. *

* Siehe Gregor Kritidis, Überläufer. Deutsche Deserteure in den Reihen der griechischen Befreiungsbewegung, in Chryssoula Kambas und Marilisa Mitsou (Hgg.), Die Okkupation Griechenlands im zweiten Weltkrieg, Böhlau Verlag 2015, S. 199-210

Widerstand von Griechen und Deutschen. Hilde Schramm (2 Seiten)

Karl der „Gute“. Aus: Christoph U. Schminck-Gustavus, Feuerrauch, Literaturangabe.siehe unter 1.1

Zwei Unterstützer der Partisanen: Wolfgang Abendroth und Werner Illmer
Zitate aus Gregor Kritidis, Überläufer, a.a.O., S. 199-204 (gekürzt)

Gedenktafel für Greta Golfinopoulou, einer Deutschen, die in Longos auf dem nördlichen Peloponnes lebte. Text und Foto von Werner Sollbach (1 Seite)

2.4 Die Deportation griechischer Juden

Über 60.000 Juden und Jüdinnen wurden aus Griechenland in die Vernichtungslager nach Polen deportiert. Die meisten stammten aus Thessaloniki, dem ehemaligen „Jerusalem des Balkans“. Die Hilfsbereitschaft der christlichen Bevölkerung unterschied sich von Ort zu Ort. So gab es in Athen beachtliche Rettungsaktionen, in Thessaloniki nicht. Innerhalb der griechischen Gesellschaft findet zunehmend eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Teil ihrer eigenen Geschichte statt.

Ausplünderung, Deportation und Ermordung der griechischen Juden während der deutschen Okkupation Griechenlands 1941-1944. Andreas Poltermann (6 Seiten)

Deutsche Wiedergutmachungsleistungen an jüdische Überlebende der Shoah aus Griechenland. Andreas Poltermann (4 Seiten)

2.5 Die Okkupation Griechenland im europäischen Vergleich

Auch in der Ukraine, in Belarus und in Russland wurden Massaker an der Zivilbevölkerung verübt und Dörfer abgebrannt. sogar weit mehr als in Griechenland. Diese und weitere Länder wurden ebenfalls vom deutschen Staat beraubt. Eine Zuwendung zu Griechenland, die solange unterblieb und nun ansteht, darf nicht den Terror in anderen okkupierten Ländern vergessen. Sie sollte aber fragen, worin unterscheidet sich die deutsche Besatzungspolitik in Griechenland von der Besatzungspolitik in anderen Ländern? Und was ist das Gemeinsame?

Die Okkupation Griechenlands im Vergleich mit den übrigen besetzen Gebieten Europas. Aus :Karl-Heinz Roth & Hartmut Rübner, Reparationsschuld, a.a.O., Seiten 44-51

Herrmann-Gmeiner-Realschule: Auswertung der Bildungsarbeit mit DER BALKON

AG: Bildungsarbeit mit dem Film DER BALKON

Lars Limbach, Hermann-Gmeiner-Realschule plus in Daaden (Rheinland-Pfalz)
Telefonnummer: 02743 6015

Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland

Leitfaden für mündliche oder schriftliche Rückmeldungen zur Arbeit mit dem Film von Lehrer*innen und anderen Pädagogen

  1. Datum: 17.1.2021 Ort: Daaden Einrichtung: Realschule plus (integrativ)

  2. In welchem Rahmen haben Sie den Film gezeigt?

Der Film wurde in den Klassen 10A und 10B gezeigt und Teilen der Arbeitsgemeinschaft Friedenserziehung Geschichte (Klassenstufen 9 und 10 zusammensetzt) zugänglich gemacht. In der Klasse 10A wurde der Film Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes behandelt. Da sich die Klasse mit dem Verlauf des II. Weltkrieges befasste, konnte ich den Film gut einbetten. In der Klasse 10 B wurde der Film im Rahmen des Ethik-Unterrichtes bearbeitet. Unterrichtseinheit: Krieg und Frieden (Ehrfurcht vor dem Leben).

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Jahresbilanz 2020 der RfG-Kampagne zu Kriegsschuld und Verpflichtungen

Hilde Schramm

Jahresbilanz 2020 zur Kampagne von RfG „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“

Berichtet wird über

  • Öffentlichkeitsarbeit und die Bildungsarbeit in Deutschland mit dem Film Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland
  • Unterstützung von vier Projekten in Griechenland, in Lyngiades, Kamares, Pente Ekklisies und Kommeno
  • Zuschuss zu drei Vorhaben in Griechenland
  • Finanzierung.

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Corona: Filmvorführungen DER BALKON – Absagen und Perspektiven

Bericht von Hilde Schramm aus RfG-Newsletter Mai 2020 (gekürzt)

Wegen Corona mussten 2020 im März, April und Mai fünf Vorführungen, deren Termine feststanden, abgesagt werden, und zwar in Berlin (17.03. und 21.04.), Bielefeld (07.03.), Oldenburg (08.03), Cuxhaven (12.05.), Fulda (28.05.). Thematisch hinzuzufügen wäre noch eine Veranstaltung in Stuttgart, wenn auch ohne Film, die für den 17. 03. mit Wolfgang Schorlau u.a zum Problemfeld Kriegsverbrechen und Entschädigung angesetzt war. Die Veranstaltungen waren unter Mitwirkung von Respekt für Griechenland e.V. von Gruppen, Organisationen oder Einzelpersonen vor Ort geplant worden. Wer von RfG jeweils am anschließenden Gespräch teilnehmen würde, stand fest.
Besonders bedauerlich ist, dass die Veranstaltung am 8. Mai in Oldenburg nicht stattfinden kann. Die Filmvorführung im Gedenken an die Kapitulation Deutschlands vor 75 Jahren hätte viel öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Zahlreiche Gruppen und Organisationen waren eingebunden. Chrysanthos Konstantinidis, der Regisseur, wäre nach Oldenburg gekommen. Christoph Schminck-Gustavus hatte ebenfalls zugesagt.

Es ist schade um die viele Arbeit, die vor allem in die auswärtigen, nicht Berliner Veranstaltungen floss. Aber umsonst war die Vorbereitung nicht, denn alle Veranstalter wollen die Filmvorführungen diesen Herbst nachholen.

Für die Sommermonate wurden einzig Veranstaltungen in Berlin vereinbart, am 16. 06., 21. 07. und 18. 08. Wir hoffen immer noch, damit die unterbrochene Filmreihe mit DER BALKON (jeden 3. Dienstag im Monat) im Lichtblick-Kino weiterführen zu können.

Für den Herbst planen wir, möglichst viele Veranstaltungen in die erste Oktoberhälfte zu legen. Es zeichnet sich bereits ab, dass zu den fünf nachzuholenden Veranstaltungen zahlreiche weitere dazukommen werden.

Nach den Rückmeldungen, die wir bislang erhielten, hatte jede der bisherigen Veranstaltungen einen hohen Aufklärungswert über die Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen, die von deutschen Okkupanten in Griechenland verübt wurden. Die Öffentlichkeitsarbeit mit DER BALKON fortzusetzen und wenn möglich zu intensivieren, macht also durchaus Sinn.


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Kommentar zum DLF-Feature „Schuld und Schulden /Deutschland und die Frage der Reparationen“

Sendezeit: Dienstag, der 12.05.2020, 19:15 Uhr

Die Ankündigung des Features „Schuld und Schulden / Deutschland und die Frage der Reparationen“ im Deutschlandfunk klang vielversprechend. Aber für Karin Eckermann und andere, die sich bei Respekt für Griechenland e.V. mit der Thematik befassen, war sie enttäuschend. Nach informativen Passagen insbesondere zur Nachkriegsgeschichte erhält im Verlauf der Sendung die Position der Bundesregierung „alles erledigt“ einen so breiten Raum, dass im Ergebnis eine einseitige Berichterstattung vorliegt. Davon abweichende moralische, politische und rechtliche Positionen, die es in Wissenschaft und Gesellschaft durchaus gut begründet gibt, werden höchstens angetippt, nicht argumentativ entfaltet. Jetzt handelnde Politiker und Politikerinnen werden nicht mit Tatsachen und kritischen Fragen, die sie schwerlich formelhaft beantworten könnten, konfrontiert. Damit fängt die Sendung den gegenwärtigen Problemstand in Politik und Gesellschaft zur deutschen Kriegsschuld und zu den griechischen Forderungen nach materiellen Kompensationen nicht ein.     „Kommentar zum DLF-Feature „Schuld und Schulden /Deutschland und die Frage der Reparationen““ weiterlesen

Vorstellung der Kampagne „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“

„Wir sind eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Griechenland in der Flüchtlingshilfe engagieren, dort Klimaschutzprojekte machen und Selbsthilfegruppen unterstützen. Durch unsere Arbeit wissen wir, wie fest unter einer beruhigten Oberfläche die Verbrechen von Deutschen im Zweiten Weltkrieg im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Zugleich mussten wir erkennen, wie beschämend gering die Bereitschaft Deutschlands war, Griechenland beim Aufbau seines zerstörten Landes zu helfen und Leidtragende zu entschädigen.

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