Videos / Audiodateien zur Kriegsschuld

Sie kamen nicht als Touristen – Hitlers Wehrmacht in Griechenland
Zum 80. Jahrestag des Einmarschs der Wehrmacht am 6. April 1941 hat der griechische Dokumentarfilmers Chrysanthos Konstantinides „Respekt für Griechenland“ gestattet, Ausschnitte seines Films „DER BALKON – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ zu verwenden, um jungen Deutschen die Möglichkeit zu geben, mehr über deutsche Kriegsverbrechen von 1941 bis 1944 in Griechenland zu erfahren. Ulli Joßner hat drei deutsche Schülerinnen nach ihren Reaktionen auf den Film befragt. Sie waren schockiert. Ulli Joßner gibt mit Hilfe dieses Films und an Hand von Archivmaterial in sieben Minuten einen Einblick in den deutschen Besatzungsterror.
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Urbane Gärten in Athen – Risa Projekt

Respekt für Griechenland e.V., (RfG)
Amar Bašić (Projektverantwortlicher)
Taria Hocke, Nils Otto (mitwirkende Freiwillige von RfG in Athen),
April 2021

Kontext:
Die hohe Bevölkerungsdichte Athens setzt eine dichte Bebauung voraus, die das Stadtbild und das Lebensgefühl spürbar prägt. Vor allem in den zentralen Stadteilen, abseits des touristischen Stadtkerns herrscht ein Mangel an zugänglichen Grünräumen.
Zeitgleich existieren im urbanen Raum Athens, gerade in sozio-ökonomisch benachteiligten Gegenden, jedoch viele kleinere, undefinierte und ungestaltete Flächen, die weder Beachtung noch sinnvolle Nutzung finden. „Urbane Gärten in Athen – Risa Projekt“ weiterlesen

Aufforsten und Neupflanzen: Die Arbeit der NGO We4all.com

Die gemeinnützige Nicht-Regierungs-Organisation We4all hat sich Juli 2018 nach den Brandkatastorphen in Attika, östlich und westlich von Athen, gegründet. Sie konzentrierte sich zunächst auf das Aufforsten und Neupflanzen von Bäumen in Gebieten, in denen große Waldbrände stattfanden und / oder Sturzfluten viele Bäume vernichteten, so in Neos Voutzas, Rafina und Mati – immer in Zusammenarbeit mit Iniativen vor Ort. „Aufforsten und Neupflanzen: Die Arbeit der NGO We4all.com“ weiterlesen

Aufforsten von Platanen am Fluß Kalamas bei Pente Ekklisies im Epirus

Hilde Schramm ,Vorstandsmitglied von Respekt für Griechenland e.V.
Ende April 2021

Am Ufer des Flusses Kalamas unterhalb des Dorfes Pente Ekklisies standen über Jahrhunderte prächtige Platanen. Der Fluss führt auch im Sommer Wasser, so dass die Dorfbewohner und Wandertouristen darin baden können. Leider sind die Schatten spendenden Platanen in den zurückliegenden Jahren abgestorben. „Aufforsten von Platanen am Fluß Kalamas bei Pente Ekklisies im Epirus“ weiterlesen

Sieben Monate Freiwilligentätigkeit für RfG in Athen – eine Bilanz

Bericht von Vincent Jakubowski

Von September 2020 bis April 2021 war ich für Respekt für Griechenland als Freiwilliger in Athen tätig. Meine Aufgaben lagen größtenteils im Betreuen und Unterrichten von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, jedoch war ich auch noch in andere Projekte involviert. Neben meiner Hauptbeschäftigung als Englisch- und Deutschlehrer habe ich mich im “Urban Gardening Projekt“ engagiert und habe jede Woche in einer sozialen Küche geholfen.
Ich habe Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Altersgruppen als Englisch- und Deutschlehrer beim Erlernen einer fremden Sprache unterstützt und darüber hinaus in Theater- und Kreativkursen erste Sprachkenntnisse an Jüngere vermitteln können. Bis zum Inkrafttreten des zweiten Lockdowns im November 2020 fand der Unterricht in verschiedenen Einrichtungen des “Network for Children‘s Rights“ statt. Danach habe ich den Unterricht für die Älteren per Videochat über die Onlineplattform Zoom fortgesetzt.

Ab Januar 2021 habe ich gemeinsam mit einem anderen Freiwilligen auch mit dem Videounterricht für jüngere Kinder begonnen. In den zwei Monaten davor haben wir wöchentlich Bastel- und Bildungsvideos gedreht, um den Kindern eine Möglichkeit der Ablenkung und Weiterbildung zu geben, die gezwungen waren, sehr viel Zeit zu Hause zu verbringen.
Das „Urban Gardening Projekt“ wurde im September letzten Jahres ins Leben gerufen. Dieses Projekt hat zum Ziel, ungenutzte Flächen im urbanen Raum Athens zu renaturieren und für eine breitere Gemeinschaft nutzbar zu machen. Dabei sollen sowohl die Nachbarschaft als auch Mitarbeiter*innen und Schüler*innen der anliegenden Einrichtungen des “Network for Children’s Rights“ von der Öffnung eines urbanen Gartens profitieren. Mit der Fertigstellung des Projektes wird ein Ort geschaffen, an dem sich Menschen wohlfühlen und den sie gerne aufsuchen um dort gemeinsam Zeit zu verbringen.

In der sozialen Küche der griechischen NGO KHORA kochen täglich zehn Freiwillige für obdachlose und bedürftige Menschen. Die zahlreichen Aufgaben eines Volunteers bei KHORA reichen von der Vor- und Zubereitung des Essens, dem ständigen Reinigen des Geschirrs und des Arbeitsorts bis hin zur Ausgabe der in Aluminiumboxen verpackten warmen Mahlzeiten.
Die soziale Küche ist ein Ort, an dem Menschen aus allen Teilen der Welt gemeinsam arbeiten und viele Geflüchtete selbst zu Freiwilligen werden. Die Idee einer solidarischen, nicht hierarchischen und inklusiven Gesellschaft versucht KHORA in ihrer Arbeit zu verwirklichen. Die Freiwilligen arbeiten gemeinsam und entscheiden gemeinsam – eine sehr unterstützenswerte Art der Organisationsform.
Bei KHORA habe ich Menschen getroffen, die ganz anders aufgewachsen sind und ein sehr anderes Leben führen als ich es tue. Indem ich sehr viele andere Lebenswelten kennengelernt habe, konnte ich mein eigenes Aufwachsen und meine eigene Lebensweise kritisch reflektieren.

Die Monate in Griechenland haben mich sehr geprägt und bereichert. Ich habe gelernt, mich über Sprachbarrieren hinweg mit Kindern und Jugendlichen zu verständigen und ihre Lernbegeisterung zu wecken. In meiner neuen Rolle als fachkundige Lehrperson wurde meinen Worten plötzlich Gültigkeit zugeschrieben und diese mussten deshalb immer wohlüberlegt sein. Das Gefühl eine Vorbildfunktion innezuhaben, ist mir zuvor unbekannt gewesen. Ich glaube im Laufe der Zeit an Selbstsicherheit gewonnen zu haben. Dieses Selbstvertrauen hat mich Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen lassen, die sich sehr positiv auf die Schüler*innen ausgewirkt hat.
Durch die Zeit in Athen hat sich mein Bewusstsein für gravierende soziale Missstände geschärft. Die Folgen eines verantwortungslosen politischen Handelns und eine ungerechte Art des Wirtschaftens beeinträchtigen Menschen in Griechenland schwer. Das geschärfte Bewusstsein verstärkt den Willen, diese Situation zu verändern. Und das Unterrichten von Kindern und Jugendlichen hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, in diesem Herbst mit meinem Lehramtsstudium zu beginnen.

Beispiel: Auswertung der Bildungsarbeit mit DER BALKON an der Herrmann-Gmeiner-Realschule:

hier der vollständige Text:

AG: Bildungsarbeit mit dem Film DER BALKON

Lars Limbach, Hermann-Gmeiner-Realschule plus in Daaden (Rheinland-Pfalz)
Telefonnummer: 02743 6015

Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland

Leitfaden für mündliche oder schriftliche Rückmeldungen zur Arbeit mit dem Film von Lehrer*innen und anderen Pädagogen

  1. Datum: 17.1.2021 Ort: Daaden Einrichtung: Realschule plus (integrativ)

  2. In welchem Rahmen haben Sie den Film gezeigt?

Der Film wurde in den Klassen 10A und 10B gezeigt und Teilen der Arbeitsgemeinschaft Friedenserziehung Geschichte (Klassenstufen 9 und 10 zusammensetzt) zugänglich gemacht. In der Klasse 10A wurde der Film Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes behandelt. Da sich die Klasse mit dem Verlauf des II. Weltkrieges befasste, konnte ich den Film gut einbetten. In der Klasse 10 B wurde der Film im Rahmen des Ethik-Unterrichtes bearbeitet. Unterrichtseinheit: Krieg und Frieden (Ehrfurcht vor dem Leben).

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Plakate zur Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021

Die folgenden Plakate können Sie sich als PDF-Datei herunterladen und je nach Bedarf einzeln oder komplett ausdrucken. Sie sind gut geeignet für DIN A3- Plakate, oder auch für DIN A4 bzw. DIN A5.  Bei kleineren Ausgaben (etwa Postkartengröße könnte der QR-Code nicht mehr lesbar sein.

Die Plakate als PDF-Dokument (ausgelegt für A3-Drucke)

Über den QR-Code auf den Plakaten gelangen die Betrachter*innen zu dem Youtube-Kanal von Respekt für Griechenland mit folgenden Beiträgen:

  • ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Kostas Balanos, geführt  von Magda Reste-Petersdorff auf der Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021.
  • Ulli Joßner hat drei deutsche Schülerinnen nach ihren Reaktionen auf den Film „DER BALKON“ befragt. Sie waren schockiert. Ulli Joßner gibt mit Hilfe dieses Films und an Hand von Archivmaterial in sieben Minuten einen Einblick in den deutschen Besatzungsterror.

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Dokumentation zur Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021

anlässlich des Einmarsches der deutschen Truppen in Griechenland vor 80 Jahren – am 6. April 1941.

Die Gedenkveranstaltung fand statt vor der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V., Mittelstraße 33, 12167 Berlin-Steglitz, von 12–13 Uhr.  ZUM PROGRAMM

Foto: Enno Hurlin; Eingang zur Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V. (Ausschnitt)

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Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021: Grußbotschaft von Gerry Woop

Käthe Kruse (Respekt für Griechenland) verliest die Grußbotschaft von Gerry Woop, dem Staatssekretär für Europa im Berliner Senat, anlässlich des 80. Jahrestages des Einmarsches der Wehrmacht in Griechenland.

Vor genau 80 Jahren, am 6. April 1941, marschierte die deutsche Wehrmacht in Griechenland ein. Die Brutalität der deutschen Besatzung – die schwere Zerstörung der Infrastrukturen, die grausamen Massaker und Kriegsverbrechen, an der Bevölkerung, darunter Frauen, Kinder und älteren Menschen, niedergebrannte Dörfer und Gemeinden auch mit dem Ziel, den Willen und Widerstand in der griechischen Bevölkerung gegen die Nazis zu brechen, die Deportationen von über 60 Tausend Jüdinnen und Juden aus Griechenland in die Vernichtungslager – hat sich bis in die Gegenwart in das kollektive Gedächtnis der Griechinnen und Griechen eingebrannt. „Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021: Grußbotschaft von Gerry Woop“ weiterlesen

Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021: Schlussbetrachtung

Foto: Ralf Henning; Reiner Schiller-Dickhut, RfG


Reiner Schiller-Dickhut für Respekt für Griechenland e.V.

Schlussbetrachtung zur Gedenkveranstaltung am 6.April 2021

Wir erinnern heute an den Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Griechenland vor 80 Jahren. Danke an alle, die gekommen sind.
Wir gedenken der vielen Toten in Griechenland, die Deutschland durch die Okkupation und Kriegsverbrechen verursacht hat.
Wir schämen uns wegen der unbeglichenen Kriegsschuld Deutschlands.
In der Bundestagsdebatte am 25. März sagte als Vertreter der Bundesregierung der Staatsminister Roth: „Die deutsche Besatzung Griechenlands forderte fast 800.000 Menschenleben.“ Griechenland hatte damals 7,3 Mio. Einwohner. Vermutlich sind diese Zahlen zu hoch, andere Schätzungen gehen von 330.00 bis 550.000 aus. „Gedenkveranstaltung vom 06.04.2021: Schlussbetrachtung“ weiterlesen