Soziale Küche von Solidarität Piräus

Solidarität Piräus kocht seit mehreren Jahren für Menschen, die in Not geraten sind – Griechen, Migranten und Flüchtlinge. Eine Verbesserung der Küchenausstattung stand schon lange an. Durch private Spenden in Höhe von 3.500 € konnten im April 2018 ein Gaskocher, ein Tiefkühlschrank und diverse Küchengeräte in Piräus gekauft werden. Außerdem wurde mit den Spendengeldern ein Teil der Stromschulden getilgt. „Soziale Küche von Solidarität Piräus“ weiterlesen

Volunteers for Lesvos

Über das Projekt
Auf Lesbos sind seit September 2015 die Volunteers for Lesvos tätig. Das Team besteht aus sechs bis zehn wechselnden Freiwilligen. Das Solidaritäts- und Hilfsprojekt des Vereins „Respekt für Griechenland e.V.“ leitet Anja Schneider von Berlin aus. Auf der Insel selbst wird es jeweils von einem schon länger anwesenden und erfahrenen Teammitglied koordiniert. Die Freiwilligen arbeiten selbstbestimmt – in Kenntnis des Bedarfs und in Absprache mit anderen Gruppen.

Detaillierte Berichte zur Situation und zur Arbeit auf Lesbos finden sich auf unserem Blog: https://volunteersforlesvos.wordpress.com/

Erste Projektphase:  Oktober 2015 bis März 2016
Von November 2015 bis März 2016 halfen die Teilnehmenden vor allem bei der Erstbetreuung der Menschen, die völlig durchnässt und unterkühlt die Strände von Lesbos erreicht hatten, und kümmerten sich um die tägliche Versorgung der Angekommenen mit Essen und Kleidung. Von Januar bis 20. März 2016 landeten allein auf Lesbos über 85.000 Flüchtende.

Zweite Projektphase: April 2016 bis zur Gegenwart
In Folge des Abkommens der EU mit der Türkei vom 20. März 2016 kommen weniger Boote auf Lesbos an. Während andere Gruppen und Hilfsorganisationen sich zurückzogen, ist unser Team geblieben – eine Entscheidung, die sich als richtig erwiesen hat:

Gegenwärtig sitzen immer noch an die 8000 Geflüchtete auf Lesbos fest. Obwohl seit Spätherbst 2017 – auf Druck griechischer und anderer Menschenrechtsorganisationen – eine größere Anzahl von „vulnerable cases“, sogenannte Härtefälle (1650 Pers./ Stand 18. 12. 17) aufs Festland in stabile Unterkünfte gebracht wurden, ist der Hot Spot Moria, der für 3000 Personen ausgerichtet ist, mit über 6000 Schutzsuchenden nach wie vor völlig überbelegt. Innerhalb und direkt vor dem Camp leben Frauen, Männer und Kinder in winzigen Zelten weitgehend ohne sanitäre Anlagen.

Seit Sommer 2017 erreichen wieder vermehrt Schutzsuchende die Insel (März 2018 waren es an die 1400 Personen). In Moria fehlt an allem: an ausreichender und bekömmlicher Verpflegung, an Schutz vor Nässe und  Kälte, aber ebenso an medizinischer, psychosozialer und juristische Betreuung. Die Geflüchteten warten teilweise Monate auf ihre Anhörung. Die wenigen NGOs und Anwälte, die Beratung und Vorbereitung auf das Asylverfahren anbieten, können die Zahl der Anfragen nicht bewältigen. Viele Flüchtlinge leben in Angst vor einer Abschiebung in die Türkei. Aus Verzweiflung kommt es wiederholt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Außerhalb von Moria sind zusätzlich überwiegend „Härtefälle“ (über 1500 Pers.) in Wohnungen oder in besser ausgestatteten Unterkünften untergebracht. Hinzu kommen an die 500 Geflüchtete, die es in Moria nicht mehr ausgehalten haben, nun in leerstehenden Gebäuden oder am Strand leben und aus jeder offiziellen Versorgung rausfallen.

Tätigkeiten
Die Tätigkeiten der Volunteers reichen von der Erstversorgung Ankommender am Strand über Alltagsfürsorge und Projektarbeit mit Kindern und Erwachsenen sowie Unterstützung durch juristische, medizinisch oder sprachkundige Fachkräfte bis zur Mithilfe bei der Verpflegung von Geflüchteten ohne feste Unterkunft.

Mehr zur Situation auf Lesbos und zur Arbeit der Volunteers siehe Brief der Projektleiterin anlässlich einer Crowdfunding- Spendenkampagne (von November 2017- März 2018).
Und hier:  Der erfolgreiche Abschluss dieser Spendenkampagne!

Teilnahmebedingungen
Mindestaufenthalt: Wir nehmen nur Freiwillige, die mindestens vier Wochen oder länger im Projekt mitarbeiten können. Ausnahmen machen wir gelegentlich bei Personen, die Arabisch, Farsi, Urdu, Französisch oder Griechisch sprechen und/oder medizinische, juristische, psychologische oder pädagogische Kompetenzen haben.

Wohnsituation: Unsere Basis ist eine einfache Wohnung in Mytilini (der Hauptstadt) mit Küche, Bad, einem Wohnzimmer und bis zu zehn Schlafgelegenheiten.

Zuschuss zu Reise- und Lebenshaltungskosten: Die Arbeit ist ehrenamtlich. Bei Bedarf bezuschusst „Respekt für Griechenland“ teilweise oder ganz die Flugkosten (mit maximal 300 €) und die Lebenshaltungskosten (mit maximal 12 €/ pro Tag). Unterkunft und Mietwagen stehen dem Team kostenfrei zur Verfügung.  So erwünscht „Selbstzahler“ sind – niemand wird abgelehnt, weil er oder sie einen Zuschuss benötigt.

Planungsstand
Wir möchten das Projekt, das sich vor Ort ein hohes Ansehen erworben hat, fortsetzen, solange das Flüchtlingselend auf Lesbos anhält. Unser Team hat schon mehrfach bewiesen, dass es sich kurzfristig und flexibel auf neue Situationen und Anforderungen einstellen kann. Da weiterhin viele Bewerbungen bei uns eingehen, stellt die Projektleiterin das Team entsprechend dem jeweils vordringlichen Bedarf zusammen.

Erbetene Angaben von Teilnahme-Interessierten: Zeitpunkt und Dauer einer möglichen Mitarbeit; Ausbildung, berufliche Tätigkeiten, Alter, gesellschaftspolitisches Engagement, insb. im Migrations- und Flüchtlingsbereich; Sprachkenntnissen (Englisch ist Voraussetzung, Arabisch, Farsi/Dari, Französisch, Griechisch erwünscht); Auslandsaufenthalte, Fahrerlaubnis sowie sonstige Erfahrungen, die für eine Mitarbeit nützlich sein könnten; Telefon- oder Handynummer.


Erreichbarkeit von „Volunteers for Lesvos“: Initiative-rfg@posteo.de Ansprechpersonen: Herbert Nebel, Anja Schneider, Hilde Schramm, Julius Verrel

Spendenkonto für die Flüchtlingsarbeit in Griechenland bei der GLS Bank
Kontoinhaber: Respekt für Griechenland e.V.
IBAN: DE15 4306 0967 1175 7746 02,  BIC: GENO DE M 1 GLS
Steuernummer: 27 / 676/ 52054  Spendenbescheinigungen werden bei Angabe von Name und Anschrift ausgestellt.

A brief description of Pervolarides – The Gardeners

April 2018

Dear All,

This is a brief description of our group ‘’Pervolarides’’ (Gardeners) of Thessaloniki, its activities and challenges.

Pervolarides is a non-profit group of people who believe in self-organisation and mobilisation through cooperation. The group exists in various forms since 4 years, but it was not until December of 2016 that we managed to rent a basement in Thessaloniki, with the generous financial aid of German solidarity groups.

The group operates in 2 pillars:

The 1st one is the solidarity node
The 2nd pillar is a variety of the social-solidarity economy projects „A brief description of Pervolarides – The Gardeners“ weiterlesen

Thanking letter from Pervolarides to Respekt für Griechenland

11.04.2018

Dear All,

With this letter we would like to express our gratitude for the financial support of the ‘Respekt für Griechenland’’ organization towards our self-help initiative ‘’Pervolarides’’ in Thessaloniki, Greece. The amount of money that was transferred (610 €) will cover mostly rental costs and bills for our basement. People that support us should know that they help 20-30 families per month to receive food packs and fresh vegetables. Furthermore, you support 1 beekeeping group and 1 group that produce tomato sauce and marmalade.   „Thanking letter from Pervolarides to Respekt für Griechenland“ weiterlesen

„Pervolarides“ – Die Gärtner

(Projekttitel 2016 / 17 „Fisch und Oliven“)

Eine Selbsthilfegruppe von Arbeitslosen und Geflüchteten aus Thessaloniki

Die Gruppe hat eine schwierige Zeit hinter sich. Sie musste das Grundstück in einem Vorort von Thessaloniki, auf dem sie Gemüse zur Selbstversorgung und zur Versorgung bedürftiger Familien anpflanzte, abgeben. Ihre angemietete Produktionsstätte konnte sie nicht halten und auch ihr Auto zum Transport von leicht verderblichen Lebensmitteln in Kühlboxen war nicht länger finanzierbar.   „„Pervolarides“ – Die Gärtner“ weiterlesen

Stiftung: do fördert erneut No Border Kitchen auf Lesbos

Seit 2016 kooperieren die „Volunteers for Lesvos“ mit der No Border Kitchen auf Lesbos. Jeweils einige der von uns entsandten Freiwilligen schließen sich der No Border Kitchen an und arbeiten in dieser über Wochen und Monate tatkräftig mit.

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Aus der Zusammenarbeit entstanden Förderanträge von Respekt für Griechenland e.V. an die Stiftung: do in Hamburg.

Wir sind der Stiftung außerordentlich dankbar, dass sie die Mietkosten für das Domizil der No Border Kitchen auf Lesbos das „Blaue Haus“ von März 2017 bis April 2018 in Höhe von insgesamt 5600 € übernommen hat und vor kurzem eine Übernahme der Mietkosten (450 €/ Monat) von Mai 2018 bis Februar 2019 erneut bewilligte. Dokumentation Blaues Haus „Stiftung: do fördert erneut No Border Kitchen auf Lesbos“ weiterlesen

Städtepartnerschaft Berlin-Athen

Respekt für Griechenland setzt sich dafür ein, dass die Stadt Berlin der Stadt Athen eine Städtepartnerschaft anbietet. Ein solcher Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses und des Senats von Berlin wäre ein unmissverständliches Signal der Wertschätzung und Freundschaft gegenüber Griechenland. „Städtepartnerschaft Berlin-Athen“ weiterlesen

Schreiben des Bürgermeisters von Athen zur Zusammenarbeit mit Berlin

Im seinem Schreiben vom 18.11.2016 an die Initiative Respekt für Griechenland, z.Hd. Hilde Schramm, bezieht sich der Bürgermeister von Athen, Giorgos Kaminis, auf die Einladung einer Delegation aus Athen nach Berlin zum Thema Flüchtlingsarbeit und spricht sich für eine engere Kooperation zwischen den beiden Städten aus.

===>  Zum Dokument

 

Solidarity Cities

Auf Betreiben des Bürgermeisters von Athen wurde am 17. Oktober 2016 das Netzwerk „Solidarity Cities“ ins Leben berufen. Die Gründung erfolgte im Rahmen des „Social Affairs Forum“ des Städtebündnisses „Eurocities“.

Ziel der Solidarity Cities ist „to provide a common platform for city to city mutual assistance and advocacy for migrant-friendly policies in Europe.“ (https://www.opendemocracy.net/can-europe-make-it/thomas-j-z-quel/). „Solidarity Cities“ weiterlesen