Support needed for a decent housing and social inclusion of refugees in Athens

We need your support for a decent housing and social inclusion of refugees in Athens. Could you help us?

WELCOMMON, a model for hosting and social inclusion of refugees promoting coexistence and dialogue between the cultures

Dear friends

As the President of the Social Enterprise “Wind of Renewal”, I am pleased to inform you about WELCOMMON, to call you to visit our web site http://www.welcommon.gr or/and the links with videos and ask your kind support to this model community center where we combine decent and safe housing with social inclusion and job integration of refugees. WELCOMMON is a different, an innovative, model community center for accommodation of refugees, especially those who need long term care and protection, the most vulnerable groups of refugees:

– people with disabilities, serious medical conditions, serious psychiatric disorders,
– victims of torture, rape, trafficking,
– pregnant women, families with newborns.

It is a structure not only for refugees but with refugees for the benefit of the local community as well.

We need your support and help!

WELCOMMON needs you support and help, in order to be able to sustain its function long term. The current cooperation with the Development Agency of the Municipality of Athens and UNHCR is about to finish by the end of February 2018. But an integrated center offering both decent / safe housing and opportunities for empowerment, social inclusion and job integration of refugees is needed now more than ever.

(…)

Read more about us and how you could support and help us…

We remain at your disposal. Our best wishes for the New Year.

Yours sincerely,

Nikos Chrysogelos
Chairman of “Wind of Renewal”
Project manager of WELCOMMON

Crowdfunding für Volunteers for Lesvos

Um unser Projekt über den Winter fortsetzen zu können, haben wir aktuell unsere Crowdfunding-Kampagne Volunteers for Lesvos – unterstützt Menschen auf der Flucht! auf betterplace.org geschaltet.

Berichte von Freiwilligen vor Ort von Lesvos aber auch von der Flüchtlingshilfe in Athen sind hier zu finden:  Berichte und Fotos (alternativer Link hierzu)

Liebe Freund*innen der Initiative Respekt für Griechenland,
liebe Interessierte,

der Winter kommt! Circa 5.400 Geflüchtete sitzen zur Zeit immer noch unter unmenschlichen Bedingungen im berühmt/berüchtigten „Hot Spot“ Moria auf der Insel Lesbos fest.
Das Camp ist trotz des Transfers von Geflüchteten aufs griechische Festland in den letzten zwei Wochen nach wie vor völlig überbelegt, viele der Menschen haben nur kleine Iglu-Zelte zur Verfügung, die kaum Schutz gegen Kälte und Nässe bieten. Es droht eine ähnliche humanitäre Katastrophe wie zu Anfang des Jahres, als die Zelte unter der Schneelast zusammenbrachen und mehrere Menschen starben.

Über das Projekt
Volunteers for Lesvos ist ein unabhängiges Freiwilligen- und Solidaritätsprojekt des gemeinnützigen Vereins Respekt für Griechenland e.V., das seit Herbst 2015 Rettungsschwimmer*innen,  Sozialarbeiter*innen,  Mediziner*innen, Handwerker*innen, Köch*innen, Arabisch-, Farsi- oder Dari- Sprechenden etc. nach Lesbos bringt. Wir kooperieren mit verschiedenen lokalen Initiativen und NGOs, die sich seit Jahren engagieren, um die Lage für die Ankommenden erträglicher zu machen, Versorgungslücken zu schließen und sichere Räume zu schaffen.
Seit dem EU-Türkei-Deal und der Schließung der europäischen Grenzen gibt es so gut wie keine Möglichkeit zur Weiterreise, Lesbos ist für viele zur Endstation geworden. Die Camps, allen voran Moria, sind überfüllt, zumal in den letzten Monaten wieder mehr Schutzsuchende ankamen: Um die 6.000 waren es nach den offiziellen Zahlen des UNHCR allein von September bis November 2017 – so viele wie lange nicht.
Gleichzeitig  wurde die medizinische, psychosoziale und juristische Betreuung durch finanzielle Kürzungen weiter eingeschränkt, obwohl es grundsätzlich an Ärzt*innen, Psycholog*innen, Übersetzer*innen und Anwält*innen fehlt. Die Menge und Qualität des Essens ist oft mangelhaft, die Geflüchteten sind medizinisch unterversorgt, warten teilweise Monate auf ihre Anhörung. Es gibt keine reguläre Rechtsberatung, die wenigen NGOs und Anwälte, die Beratung und Vorbereitung auf das Asylverfahren anbieten, kommen bei der Bearbeitung der Anträge nicht hinterher. Viele der Menschen leben in Angst vor Abschiebung oder gewaltsamen Übergriffen, es kommt verstärkt zu Selbstverletzung. Neben der Bereitstellung der Grundversorgung braucht es also vor allem eines:

Freiwillige…
…die z.B. am Strand die Boote empfangen,
…die z.B. bei Pikpa in der Küche arbeiten
…die z.B. im OHF-Community Center in der Kleiderausgabe tätig sind.

Die Boote müssen an Land gebracht werden, das Essen zubereitet, Kleiderspenden sortiert und verteilt, Anträge geschrieben, Interviews übersetzt werden und vieles mehr. Hier setzt unser Projekt an.

Wir stellen ein Team von 6-10 wechselnden Freiwilligen zusammen, die über einen längeren Zeitraum bleiben können und Fähigkeiten mitbringen, die am dringendsten gebraucht werden. Die Arabisch, Farsi, Dari, Türkisch, eine der kurdischen Sprachen oder Französisch sprechen, die Erfahrung in der Art der Arbeit haben, die juristisch, medizinisch, psychologisch oder pädagogisch geschult sind.

Alle Freiwilligen arbeiten ehrenamtlich, die meisten, besonders die Langzeitfreiwilligen, brauchen aber Zuschüsse zu Reise-, Miet- oder Lebenshaltungskosten, um ihren oft monatelangen Einsatz realisieren zu können. Ihre Arbeit ist umso wichtiger geworden, seit viele der Schutzsuchenden auf den griechischen Inseln festsitzen, da v.a. die Kontinuität der Angebote (wie Unterricht, Kinderbetreuung, Beratung) langfristig etwas bewirken kann.
Unser Team beteiligt sich regelmäßig an den Nachtschichten an der Küste; unsere Koordinatorin vor Ort ist Rettungsschwimmerin, schult neue Freiwillige und gibt Workshops auch für andere NGOs.

Volunteers for Lesvos helfen aber auch bei der Versorgung derjenigen, die aus Furcht vor Abschiebung außerhalb der Camps Zuflucht suchen, in leerstehenden Gebäuden oder am Strand schlafen.

All das neben dem Unterrichten und den Workshops in den übrigen Camps und Sozial- und Gemeinschaftszentren etc., also der Arbeit, die versucht, so etwas wie normale Lebensbedingungen zu schaffen und, wenn auch eingeschränkt, eine Perspektive zu bieten. Das ist gut und sehr wichtig, ein kleiner Lichtblick in all der Hoffnungslosigkeit.

Tätigkeitsfelder der Teilnehmer*innen in Kooperation mit verschiedenen Initiativen/NGOs:

•    Beteiligung an der Beobachtung des Meeres/Empfang der ankommenden Boote und ggf. der Sicherstellung der Erstversorgung am Strand.
•    Schichtdienst in verschiedenen Camps, auch abends und nachts
•    Vorbereitung von Foodboxen, Hilfe beim Kochen, wenn möglich nicht nur für sondern mit Geflüchteten, Essensausgabe
•    Mithilfe bei der Versorgung von Geflüchteten ohne feste Unterkunft in Kooperation mit einer Partnerorganisation
•    Sortieren und Verteilen von Kleidung
•    Workcamps zusammen mit Bewohnern, u.a. zur Reparatur oder Verschönerung ihrer Unterkünfte
•    Unterrichten (z.B. Deutsch/Englisch)
•    Workshops z.B. zu Arts & Crafts, Storytelling etc.
•    Anbieten weiterer Aktivitäten wie z.B. Spielen mit den Kindern, Ausflüge, Sport, Musik…
•    Übersetzen/Ermöglichen von Kommunikation (u.a. auch bei Arztbesuchen und Rechtsberatung) durch Projektteilnehmer, die Arabisch oder Farsi sprechen
•    Versorgung/Unterstützung besonders Bedürftiger/Kranker durch medizinisch und psychologisch geschulte Teammitglieder
•    Mithilfe z.B. beim Einlegen von Widerspruch in den Asylverfahren durch Jurist*innen.
•    Anregung und Koordination gemeinsamer Aktivitäten mehrerer Initiativen und NGOs
•    Recherche von Informationen, die Teilnahme an Veranstaltungen des UNHCR und Meetings mit anderen NGOs sowie das Schreiben von Berichten.

Bitte spendet jetzt! Jeder Euro hilft!

Weitere Infos findet Ihr auch auf unserem Blog unter https://volunteersforlesvos.wordpress.com

Es dankt und sendet liebe Grüße,

Anja Schneider
Projektleiterin Volunteers for Lesvos für Respekt für Griechenland e.V.

Notunterkünfte für Lesvos – Offener Brief an THW-Präsidenten

Respekt für Griechenland e.V., Paul-Krause-Straße 7 A, 14129 Berlin,
www.respekt-für-griechenland.de

Hilde Schramm     Karl-Heinz Niedermeyer

Notunterkünfte für Lesbos

Offener Brief

An den Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)
Herrn Albrecht Broemme
Provinzialstraße 93/ 53127 Bonn
Berlin, 20. Dezember 2017

Sehr geehrter Herr Broemme,

im Namen der parteiübergreifenden Vereinigung „Respekt für Griechenland“ ersuchen wir Sie, der griechischen Regierung die Unterstützung des Technischen Hilfswerks bei der Errichtung winterfester Unterkünfte für Flüchtlinge auf den ägäischen Inseln anzubieten.

Da auf Lesbos seit gut zwei Jahren unser Freiwilligen-Team „Volunteers for Lesvos“ tätig ist, erhalten wir fortlaufend Einblicke in die katastrophale Situation auf der Insel. Mehrere tauend Geflüchtete sitzen dort fest. Inzwischen kann niemand mehr sagen, er habe nicht gewusst, welches Elend in und vor dem Camp Moria herrscht. In den letzten Wochen berichteten zahlreiche Medien über verzweifelte Menschen in winzigen Campingzelten, in Matsch und Dreck, weitgehend ohne sanitäre Anlagen, ohne Licht, ohne Wärmequellen. Diese Lebensbedingungen verstoßen so grundlegend gegen jede Menschlichkeit, dass man sich schämt, ein Europäer zu sein.

Es ist jetzt nicht die Zeit zu klären, wer mehr versagt hat, die EU und ihre Mitgliedsstaaten, so auch Deutschland, der UNHCR oder die griechische Regierung. Wechselseitige Schuldzuweisungen nützen nichts angesichts der akuten Bedrohung des Lebens und der Gesundheit von Kindern, Frauen und Männern auf der Flucht. Diese können auch nicht warten, bis sie vielleicht irgendwann aufs Festland gebracht werden. Sie brauchen Hilfe sofort.

Im Technischen Hilfswerk sehen wir angesichts der verfahrenen politischen Situation die einzige deutsche Organisation, die auf Grund ihrer Ausstattung und ihrer Kompetenzen zur Soforthilfe fähig wäre. Das THW ist befugt mit entsprechenden Einrichtungen in anderen europäischen Ländern zusammen zu arbeiten, kann aber auch allein tätig werden. Zu seinem Auftrag gehören Auslandseinsätze bei Naturkatastrophen und ebenso bei Katastrophen, die von Menschen gemacht wurden. So engagiert sich das THW z.B. in Flüchtlingscamps im Nordirak.

Wir appellieren an Sie und die Mitarbeiter/innen des THW, für die Schutzsuchenden auf den ägäischen Inseln so schnell wie möglich Notunterkünfte bereit zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Hilde Schramm                         Karl-Heinz Niedermeyer
Respekt für Griechenland         Sprecher des Fachausschusses für Intern.
Vorstand                                      Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin

Offener Brief an das THW als PDF-Dokument

Wahlprüfstein: Europäische Schulden- und Finanzpolitik

Forderungen der Initiative ‚Respekt für Griechenland‘ (RfG) zur Griechenland- und Europapolitik

>> Was Parteien zu diesem Thema sagen: Hier eine unvollständige Übersicht. <<

Die Finanz- und Eurokrise von 2008 haben in der Ära des Neoliberalismus das letzte Jahrzehnt hindurch vorgeführt wie das Verfahren funktioniert: Staaten werden vor dem Hintergrund ihrer krisenbedingten Überschuldung in finanzpolitische Notstände gedrängt, die durch weite Kredite temporär aufgehalten werden, die um den Preis gewährt werden, dass Sozialleistungen gekürzt, Unternehmenssteuern reduziert, öffentliche Unternehmen privatisiert werden. So auch in Griechenland, wo die Kreditbedingungen der Memoranden den Ausverkauf der materiellen Substanz des Landes fordern.

Durch das geldpolitische Instrument der quantitativen Lockerung hat die europäische Zentralbank („so viel Geld in Umlauf zu bringen wie notwendig ist“, sagt Mario Draghi) Geld geschöpft, um die Forderungen von Banken und Anleihegläubigern aus notleidenden Krediten und Investitionen zu erfüllen. Aber sie schöpft kein Geld zur Ankurbelung der Konjunktur in Europa. Im Gegenteil: Die Regierungen der Eurozone verfolgen eine Sparpolitik und opfern die Wirtschaft zugunsten von Gläubigerforderungen, denen sie Vorrang einräumen. Diese Kreditvergabe treibt zwar Preise für Immobilien, Aktien, Anleihen und Finanzinvestitionen in die Höhe, dient aber nicht zur Finanzierung von Sachinvestitionen, Arbeitsplätzen und Löhnen. Auf diese Weise wächst die Überschuldung der Wirtschaft.

Die Frage, vor der Europa heute steht, ist, ob der Finanzsektor oder die Realwirtschaft gerettet werden soll. Diese Frage ist inzwischen fast überall auf der Welt beantwortet: Zentralbanken retten den Finanzsektor und dessen gigantischen Bestand an Forderungen. Das bedeutet, sie sichern die finanziellen und Eigentumsansprüche des reichen 1 % der Bevölkerung gegen die verschuldeten 99 % ab.

Volkswirtschaftlich bedeutet das, dass die wachsenden Schulden gegenüber Banken und Anleihegläubigern nach und nach die Substanz der Wirtschaften aufzehren, so dass weniger Einkommen für Produktion und Konsum zur Verfügung steht. Im Fall von Griechenland beläuft sich die Verschuldung auf 180 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Um Schuldzinsen in Höhe von 5 % zahlen zu können, müsste Griechenland jährlich 9 % seines BIP aufwenden. Ein finanzieller Aderlass in dieser Größenordnung führt zur Schrumpfung der Binnenmärkte und damit der Beschäftigung sowie neuer produktiver Investitionen. Diese Dynamik lässt Vokswirtschaften verarmen und zerfallen, Einkommen und Vermögen geht an Gläubiger über.

Die Weigerung der Eurozone, besonders der deutschen, französischen und niederländischen Regierung, die eine strenge Sparpolitik befürworten, dem Wirtschaftswachstum Vorrang zu geben, droht diese auseinanderbrechen zu lassen.

Wenn Staaten Geld schöpfen können, um Kriege zu finanzieren oder den Finanzsektor zu retten, dann können sie auch Geld schöpfen, um es in die Wirtschaft zu pumpen und die Investitionstätigkeit sowie die Beschäftigung anzukurbeln.

Ein Schuldenerlass zur Konjunkturbelebung ist das wichtigste wirtschaftspolitische Gebot der Stunde für Europa, auch wenn Bankenlobbyisten und Anleihegläubiger behaupten, dies werde die Realwirtschaft in eine Krise stürzen.

Die von den Alliierten durchgeführte Währungsreform von 1948 strich alle inländischen Schulden, außer für Mindestgeschäftsguthaben von Banken und für Lohnschulden von Arbeitgebern. Das machte die deutsche Wirtschaft schuldenfrei. Das Ergebnis war das deutsche Wirtschaftswachstum.

Wir von der Initiative Respekt für Griechenland setzen uns ein für:

•    einen Stopp der Austeritätspolitik und für den Start eines Investitions- und Unterstützungsprogramms für Südeuropa;

•    eine Entschuldung Griechenlands;

•    eine aktive europäische Beschäftigungspolitk in Südeuropa mit dem Ziel des Abbaus der Arbeitslosigkeit und dabei speziell der Jugendarbeitslosigkeit;

•    die Einhaltung europäischer ökonomischer, sozialer und ökologischer  Standards;

•    ein angemessenes Rentenniveau;

•    eine Arbeitslosenversicherung;

•    die Wiederherstellung eines funktionierenden und allen zugängigen Gesundheitssystems;

•    starke Gewerkschaften und Selbstvertretungsorganisationen;

•    gleichen Lohn bei gleicher Arbeit an gleichen Orten;

•    Reformen der griechischen Verwaltung, der Wirtschaft-, Steuer- und Sozialversicherungsbehörden.

Berlin, September 2017
Reinhard Feld

Wahlprüfstein 2017: Flüchtlingspolitik

Vor dem Hintergrund  der aktuellen Situation der Flüchtlinge in Griechenland hält die Berliner Initiative „Respekt für Griechenland“ Veränderungen für dringend notwendig und fordert die politischen Entscheidungsträger auf deutscher und europäischer Ebene und die deutschen Parteien auf, sich für ihre Realisierung einzusetzen. Dabei beschränken wir uns auf den Aspekt Flüchtlinge in Griechenland, wohl wissend, dass dabei die vielfachen und überwiegend restriktiven und auf Abschreckung zielenden Regelungen für alle Flüchtlinge berücksichtigt werden müssten.
Forderungen der Initiative „Respekt für Griechenland“