Aufforsten von Platanen am Fluß Kalamas bei Pente Ekklisies im Epirus

Hilde Schramm ,Vorstandsmitglied von Respekt für Griechenland e.V.
Ende April 2021

Am Ufer des Flusses Kalamas unterhalb des Dorfes Pente Ekklisies standen über Jahrhunderte prächtige Platanen. Der Fluss führt auch im Sommer Wasser, so dass die Dorfbewohner und Wandertouristen darin baden können. Leider sind die Schatten spendenden Platanen in den zurückliegenden Jahren abgestorben. Das Platanensterben in der Region begann 2015. Es wurde durch einen Pilz verursacht. Inzwischen wurden Platanen gezüchtet, die gegen den Pilz resistent sind.

Foto: Jürgen Wolff (Sept. 2020) | Der Fluss Kalamas bei Pente Ekklesies

 

Foto: Jürgen Wolff (Sept. 2020) | Abgestorbene Platanen am Fluss Kalamas bei Pente Ekklisies


Es ist der Wunsch der Dorfbewohner, das Flussufer mit neuen Platanen aufzuforsten, insbesondere an einer Badestelle, die auch deshalb gerne besucht wird, weil es dort, auch wenn es heiß ist, eine Quelle mit klarem und kühlem Wasser gibt. Die Vorbereitungen zum Pflanzen neuer Platanen haben unter des Leitung des jungen Dorfvorstehers, Andonis A., bereits begonnen. Die Wurzeln der kaputten Bäume sowie zerbrochene Betontische und Sitzbänke werden entsorgt. Ein alter Weg zum Badeplatz wird neu erschlossen.

(Febr. 2021)
alle Foto: Andonis A. (Febr. 2021) | Badestelle am Fluss Kalamas und Aufräumarbeiten


Da der Kalamas im Winter und Frühjahr zu einem reißenden Fluss wird, der über das Ufer tritt und alles mitnimmt, was nicht fest ist, müssen die neuen Platanen bereits recht groß sein, einen dicken Stamm haben und tief in die Erde eingepflanzt werden. Die Kosten für die Pflanzaktion sind entsprechend hoch.

Die Kompetenzen für eine sachgemäße Aufforstung sind im Dorf und bei der örtlichen Forstverwaltung vorhanden, aber das Geld für den Kauf der Bäume fehlt. Auch können nicht alle Arbeiten ehrenamtlich durchgeführt werden. Die Aufforstung beläuft sich pro Platane auf 30 Euro. Mit 1000 Euro können also 33 Bäume gepflanzt werden.


Zu Pente Ekklisies (Fünf Kirchen)

Pente Ekklisies liegt im Epirus westlich von Ioannina und besitzt landschaftliche und kunsthistorische Attraktionen. Im 2. Weltkrieg hat der Ort wie etwa tausend weitere Opfergemeinden stark unter der deutschen Besatzung gelitten. Dort wurden am 18. August 1944 fünfzehn Dorfbewohner, Frauen, Kinder und alte Männer, ermordet, teils erschossen, teils in ein Haus gesperrt und verbrannt.

In Pente Ekklisies unterstützt Respekt für Griechenland e.V. (RfG) den dortigen Kulturvereins bei der Umgestaltung der alten, leerstehenden Schule zu einem Treffpunkt für Einheimische, Gäste und Touristen. Dies Projekt findet statt.im Rahmen unserer Kampagne „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“.
Im September haben Jürgen Wolff und Hilde Schramm von RfG Pente Ekklisies besucht und waren beeindruckt von der guten Energie, die sie im Ort wahrnehmen durften.

Eine der Aktiven in unserem Verein ist Magda R.-P., deren Eltern in Pente Ekklisies aufwuchsen. Sie hat den Kontakt zu ihrem Heimatdorf gehalten und kennt deren Bewohner. Diese Orts- und Personenkenntnis ist die Garantie dafür, dass jede Spende für Pente Ekkisies korrekt verwendet und abgerechnet wird.