Freiwillige für WELCommon in Athen

Projektbericht, Stand Dezember 2018

  1. Phase: Hostel WELCommon als FlüchtlingsunterkunftSeit Herbst 2016 entsendet Respekt für Griechenland Freiwillige nach Athen. Sie haben mitgeholfen, eine ehemalige Klinik im Zentrum von Athen in ein wegweisendes und viel beachteten Wohnprojekt für Geflüchtete, das Model Hostel WELCommon, umzugestalten.  Dort fanden vor allem Frauen, Männer und Kinder mit Gesundheitsproblemen und psychischen Belastungen durch Krieg und Flucht, sogenannte „Härtefälle“, eine lebendige und zugleich fürsorgliche Bleibe. Einen Eindruck davon vermittelt eine Präsentation von August 2017. WELCOMMON an innovative project
  1. Phase: Veränderte Nutzung von WELCommon
    Kurzfristig und nicht nachvollziehbar stellte UNHCR in Übereinstimmung mit der Stadt Athen zum 1. März 2018 jede finanzielle Förderung für die Flüchtlingsunterkunft ein. Alle, auch die hilfsbedürftigen Bewohner, mussten  – gegen ihren erklärten Willen und Protest – ausziehen (Näheres siehe unter Das  Ende des Wohnprojekts).

WELCommon stand vor dem Aus. Aber dessen Initiator und Leiter, Nikos Chrysogelos, ein früheres Mitglied des Europaparlaments und Vorsitzender der Sozialen Kooperative „Wind of Renewal“, sowie andere aus seinem Team geben nicht auf – obwohl eine Förderung durch eines der bestehenden Programme der Flüchtlingshilfe nicht in Sicht war und immer noch nicht ist. Das Folgeprojekt muss sich also selbst tragen. Zu diesem Zweck wurden fünf der sieben Etagen (insgesamt 3200 qm Wohnfläche) der früheren Flüchtlingsunterkunft in ein Hostel für innovativen und nachhaltigen Tourismus umgewandelt. Bereits im Juni 2018 war die Eröffnung.

Die beiden untere Etagen wurden so umgestaltet, dass die bisherige Arbeit mit und für Geflüchtete an fünf Tagen in der Woche in modifizierter Form weitergeführt werden kann.

  1. Phase: Erneutes Mitwirken von Freiwilligen
    Nachdem die Umbauphase abgeschlossen ist, werden Freiwillige wieder dringend für pädagogische, kulturelle und soziale Projekte mit Geflüchteten gebraucht. Ihre Betreuung und Anleitung sind durch die deutsch-griechische Sozialarbeiterin Christina K. und die Pädagogin Lizeta Z. gewährleistet.  Dankenswerterweise werden ihre Stellen vermittelt über Respekt für Griechenland ein Jahr lang von der Theodor Springmann Stiftung finanziert.

Lizeta und Christina beziehen Freiwillige in ihre Arbeit und ermutigen sie zugleich, eigene Projekte zu entwickeln. Lizeta ist hervorragend ausgebildet und hat viel Erfahrung mit interkultureller Kinderarbeit. Sie bezieht Freiwillige in Spiele, Kreativprojekte (Musik, Theater, bildende Kunst) und Ausflüge ein. Christina ist eine Absolventin des Studiengangs „Soziale Arbeit Plus-Migration und Globalisierung“ der Hochschule Darmstadt. Sie braucht Unterstützung für Kurse und Freizeitangebote, die von Jugendlichen und jungen Erwachsene nachgefragt werden. Auf Grund von Krieg und Flucht hat diese Altersgruppe einen großen Nachholbedarf an formaler und informeller Bildung. Ihnen bei der Integration in die griechische Gesellschaft und Arbeitwelt behilflich zu sein, ist eine der Aufgaben von Christina. Die Angebote werden von ehemaligen Bewohnern des Model Hostels WELCommon nachgefragt, aber auch von anderen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Nachbarschaft. Bei der Realisierung der Angebote sind Freiwillige unverzichtbar.  

Interessenbekundung an einer Mitarbeit
Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im WELCommon in Athen hat, teile uns seine Zeitplanung mit. Optimal ist eine Aufenthaltsdauer von mindestens drei Monaten. Im Ausnahmefall, z.B. bei raren Sprachkenntnissen, nehmen wir aber auch Bewerber und Bewerberinnen, die nur einen Monat bleiben können. Wir bitten um Angaben zu Ausbildung, Alter, Sprachkenntnissen, beruflichen und sonstigen Qualifikationen sowie zum gesellschaftspolitischen Engagement und zu praktischen Erfahrungen, insbesondere im Bereich Migration oder Flüchtlingsarbeit. Telefon- oder Handynummer nicht vergessen.

Unterkunft, Reise- und Lebenshaltungskosten
Den Freiwilligen steht in der Regel eine kostenfreie Unterkunft im Hostel WELCommon zur Verfügung. Bei Bedarf gibt Respekt für Griechenland e.V. einen Zuschuss von höchstens 200 Euro zu den Flugkosten sowie von höchstens 12 Euro/ pro Tag zu den Lebenshaltungskosten. Neuerdings besteht die zusätzliche Möglichkeit einer Finanzierung über ein deutsch-griechisches Programm.

Kontaktaufnahme zum Projektleiter Herbert Nebel über „initiative-rfg@posteo.de“

Spendenkonto für die Flüchtlingshilfe in Griechenland bei der GLS Bank
Kontoinhaber: Respekt für Griechenland e.V. / IBAN: DE15 4306 0967 1175 7746 02 / BIC: GENO DE M 1 GLS  Steuernummer: 27 / 676/ 52054
Spendenbescheinigungen werden bei Angabe von Name und Anschrift am Jahresende ungefragt zugeschickt.

Respekt für Griechenland e.V.
Postanschrift: Holsteinischer Straße 23, 10717 Berlin
Vorstand: Reinhard Feld/ Hilde Schramm