Unterstützung von Solidarität Piräus

Solidarität Piräus hat sich 2012 gegründet und kocht seit 2013 regelmäßig für Menschen, die in Not geraten sind. Inzwischen hat die Gruppe ihren Aktionsradius erheblich erweitert. Neben der Sozialen Küche entstanden eine alternative Schule, eine Möbelwerkstatt und vieles mehr. Durch eine eigene Währung, genannt Porto, werden Waren, ins. Nahrungsmittel, gegen Mitarbeit getauscht. Der Initiator und Vorsitzende der Selbsthilfegruppe ist Kostas Karras. In einer Selbstdarstellung der Gruppe heißt es:
„Wir sind eine offene, selbstfinanzierte Organisation, die in der juristischen Form der A.M.K.E. in Griechenland funktioniert (nicht eigennützige Gesellschaft des bürgerlichen Rechts). Das geistige Fundament und die tragende Logik der ‚Solidarität‘ ist die gegenseitige Hilfe und nicht die Wohltätigkeit. Wir sammeln Lebensmittel, Kleidung, Spielzeuge, Medikamente. Wir verteilen warmes, gekochtes Essen an obdachlose und bedürftige Mitbürger der Stadt, Griechen und Ausländer. Wir unterstützen sie juristisch, psychologisch und bildungsmäßig. Wir organisieren Basare mit selbstgebastelten und künstlerischen Produkten und einen lokalen Markt zum solidarischen Angebot von Lebensmitteln. Wir sammeln Papier zum Recycling, organisieren Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen und vieles noch, was wir immer kollektiv und demokratisch beschließen.“

Respekt für Griechenland (RfG) steht seit längerem in Verbindung mit Solidarität Piräus. Im Frühjahr 2018 konnten wir über private Spenden diverse Küchengeräte und andere Anschaffungen finanzieren. Unser Mittelsmann ist Kostas Dimakopoulos, der in Berlin und ebenso in Piräus zu Hause ist. Er kennt und schätzt die Arbeit der Gruppe seit langem, siehe Kostas Dimakopoulos Darstellung Solidarität Piräus .

Mitte Mai 2018 informierten sich Reinhard Feld, Claus Kittsteiner und Hilde Schramm von RfG vor Ort. Wir gewannen den Eindruck, dass die Gruppe im Stadtteil gut vernetzt ist. Wir waren beeindruckt von ihrer Energie und dem freundlichen Umgang miteinander. Etwa 150 Personen gehören der Gruppe an. Fast alle sind arbeitslos. Durch die Nahrungsmittel, die sie für ihre Mitarbeit erhalten, können sie, wie uns einige detailliert schilderten, ihre Lebenshaltungskosten erheblich senken. Zugleich kümmern sie sich um Obdachlose und helfen Menschen auf der Flucht, gegenwärtig überwiegend neu ankommenden. RfG möchte die Zusammenarbeit mit Solidarität Piräus durch die Entsendung von Freiwilligen ausbauen. Inzwischen fand bereits ein Gegenbesuch von Kostas Karras and seiner Frau, Katerina Mendoni, in Berlin statt.

Solidarität Piräus hat größte Schwierigkeiten, die monatlichen Grundkosten in Höhe von ca.1.500 € für Miete, Elektrizität, Gas und Transport zu bezahlen. Diese Basiskosten können bekanntlich prinzipiell nicht über das Tauschprinzip – Arbeitszeit gegen Waren -, das ansonsten in der Gruppe gut funktioniert, aufgebracht werden. Inzwischen hat sich vermittelt über eine Mitwirkende bei RfG ein Freundeskreis gebildet, der bis Ende 2018 eine monatlichen Zuschuss von 300 € zu den Basiskosten zugesagt hat. Weitere finanzielle Unterstützung von außen scheint Solidarität Piräus nicht zu erhalten.

Für RfG Hilde Schramm, September 2018

Solidarität Piräus
Euripides Street 48, Piraeus 18532
Mail: solidaritypeiraias@gmail.com
Tel: 0030 / 211 210 5782

Wir bitten um Spenden für Solidarität Piräus.
Spendenkonto bei der GLS Bank:
Respekt für Griechenland e. V.
IBAN: DE42 4306 0967 1175 7746 01
BIC: GENO DE M 1 GLS

Bitte als Spendenzweck angeben: Solidarität Piräus

Spendenbescheinigungen werden ungefragt bei Angabe von Name und Anschrift am Ende des Jahres zugeschickt.