Soziale Küche von Solidarität Piräus

Solidarität Piräus kocht seit mehreren Jahren für Menschen, die in Not geraten sind – Griechen, Migranten und Flüchtlinge. Eine Verbesserung der Küchenausstattung stand schon lange an. Durch private Spenden in Höhe von 3.500 € konnten im April 2018 ein Gaskocher, ein Tiefkühlschrank und diverse Küchengeräte in Piräus gekauft werden. Außerdem wurde mit den Spendengeldern ein Teil der Stromschulden getilgt.

Schließlich wurden zwei Computer angeschafft, die dringend benötigt werden, da Solidarität Piräus inzwischen an drei Standorten in unterschiedlichen  Bereichen tätig ist. Zusätzlich zur Sozialen Küche entstanden eine alternative Schule, eine Möbelwerkstatt und vieles mehr. Durch eine eigene Währung wird Mitarbeit gegen Waren und warme Mahlzeiten getauscht. Auf diese Weise helfen diejenigen, die ehrenamtliche Aufgaben übernehmen können, sich selbst und anderen. Weitere Informationen siehe Solidarität Piräus von Kostas Dimakopoulos .

Den Wunsch, Solidarität Piräus zu unterstützen, hatte Peter Oehler aus Frankfurt an Respekt für Griechenland herangetragen. Schon mehrmals hat er in Piräus beim Kochen mitgeholfen und wird auch diesen Sommer wieder hinfahren. Zunächst sollte die Spendensammlung dazu dienen, der gemeinnützigen Organisation eine „Mobile Küche“ zur Verfügung zu stellen. Auf Wunsch von Solidarität Piräus kam es dann zu der jetzt realisierten Form der Unterstützung.

Dass Solidarität Piräus und Respekt für Griechenland alles sprachlich und inhaltlich gut miteinander klären konnten, verdanken wir Kostas Dimakopoulos, der in Berlin und ebenso in Piräus zu Hause ist.

Hilde Schramm/ Anfang Mai 2018

Nachtrag Hilde Schramm / Juni 2018:
Mitte Mai 2018 informierten sich Reinhard Feld, Claus Kittsteiner und Hilde Schramm von Respekt für Griechenland vor Ort über Solidarität Piräus. Bei dem Besuch erhielten wir über Gespräche, Besichtigungen und Beobachtungen Einblicke in die verschiedenen Tätigkeitsfelder. Wir waren beeindruckt von der Arbeit der Gruppe, der lebendigen und warmen Atmosphäre sowie von der klugen Leitung durch Kostas Karras.
Gegenwärtig suchen wir nach Wegen, Solidarität Piräus weiter zu unterstützen. Wir haben in Erfahrung gebracht, dass vorrangig finanzielle Beiträge zu den Basiskosten, wie Miete, Elektrizität, Gas, Transport benötigt werden. Diese Basiskosten können prinzipiell nicht über das Tauschprinzip: Arbeitszeit gegen Waren, das ansonsten sehr gut funktioniert, aufgebracht werden.