Mobile Küche für Piräus

Αλληλεγγύη Πειραιά, auf Deutsch „Solidarität von Piräus“, ist eine sehr aktive Gruppe von zirka 100 Aktiven, die sich um ihre Mitmenschen kümmert, insbesondere Arme und in Not geratende Menschen aus der Nachbarschaft. Ich habe sie bei meiner vorletzten griechischen Reise nach Athen im August/September 2015 kennengelernt. Einer ihrer Schwerpunkte ist Nahrung. Unter anderem kochen 10 bis 20 Aktive von „Solidarität von Piräus“ dreimal die Woche. Gekocht wird mitten auf einem relativ zentral gelegenen kleinen Platz in Piräus, ganz in der Nähe der Zentrale der „Solidarität von Piräus“ in der  Evripidou Str. 49. Dazu wird ein Camping-Gaskocher und ein riesiger Kochtopf verwendet. Am Dienstag, Donnerstag und Samstag Mittag kann damit Bedürftigen aus der Nachbarschaft eine warme Mahlzeit nebst Brot angeboten werden. Aufgrund der Gegebenheiten sind natürlich nur einfache Gerichte möglich, wie Linsensuppe, Kichererbsensuppe, Briám (das Ratatouille Griechenlands), Spaghetti in Gemüse-Sauce oder Reis mit Schweinefleisch. Gegen ein Uhr mittags erscheinen um die 120 Personen, um sich ihre Portion in mitgebrachten Plastikgefäßen abzuholen.

Essensausgabe der „Solidarität von Piräus“
Essensausgabe der „Solidarität von Piräus“

Von Aktiven, aber auch von Solidarity4all (ein übergeordnetes Netzwerk, das sich als Drehkreuz aller griechischen Solidaritätsbewegungen versteht, siehe www.solidarity4all.gr) wurde mir gegenüber der Wunsch bzw. Bedarf geäußert, dass „Solidarität von Piräus“ eine mobile Küche gerne zur Verfügung hätte. Damit möchte man die warme Mahlzeit, die ja im Moment nur ortsgebunden verfügbar ist, räumlich flexibler anbieten können, um somit auch Arme und Bedürftige in anderen, auch abgelegeneren Teilen von Piräus erreichen zu können.

Im September 2016 war ich zuletzt in Athen und Piräus gewesen. Die Gruppe der Aktiven der „Solidarität von Piräus“ hat sich seit dem Sommer 2015 verdoppelt. Das betrifft auch die Aktivitäten rund ums Kochen: Die Suppenküche wird mittlerweile an vier Tagen die Woche betrieben. Das ist zum einen eine positive Entwicklung, die zeigt, dass die Griechen weiterhin solidarisch zusammenhalten. Das ist aber auch ein negatives Zeichen, zeigt es doch, dass die Zustände in Griechenland immer noch schlimmer werden. Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass diese katastrophalen Zustände in Griechenland noch eine ganze Weile so anhalten werden. Deshalb sehe ich den Bedarf einer solchen mobilen Küche für die „Solidarität von Piräus“ auch mittel- bis langfristig gegeben. Wichtig dabei ist, daß das Zur-Verfügung-Stellen einer solchen Kochausrüstung kein Almosen, sondern eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ darstellt!

Die Idee ist, mittels dieser Spendenaktion im Rahmen von „Respekt für Griechenland“ Geld einzuwerben, um davon eine gebrauchte, aber überholte mobile Küche hier in Deutschland kaufen zu können (hier in Deutschland ist das Angebot relativ groß), und dann nach Piräus zu transportieren. In Frage kommen würde zum Beispiel die Feldküche SCHANZ 450 (siehe www.gulaschkanone24.de). Die Anschaffungskosten liegen bei zirka 3000 €. Wir werden natürlich auch prüfen, ob solche mobilen Küchen eventuell in Griechenland (oder anderswo) angeboten werden. Aufgrund der dann zu erwartenden geringeren Transportkosten könnte das insgesamt günstiger sein. Die letztendliche Auswahl soll dann aber in Abstimmung mit „Solidarität von Piräus“ getroffen werden.

Dr. Peter Oehler, Frankfurt/Main, im Oktober 2016
Kontakt: Mail: Peter_Oehler@t-online.de, Tel.: 069/30 45 22

Spendenkonto:
GLS Bank, Kontoinhaber: Respekt für Griechenland
IBAN: DE42 4306 0967 1175 7746 01
BIC:  GENODEM1GLS
als Verwendungszweck bitte angeben: Mobile Küche für Piräus, Respekt für Griechenland e.V., Berlin, ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein. Steuernummer: 27/676/52054.  Spendenquittungen können bei Angabe von Name und Anschrift ausgestellt werden.

Spendenaufruf für das Projekt